Die Frage ist an sich leicht zu beantworten. Das, was am besten zu mir passt.

Viele Internet-User haben nur eine Mail-Adresse, die bei einem Provider wie t-online,de, Gmail, web.de, GMX, Yahoo oder anderen liegt. Sie benutzen in vielen Fällen den vom Provider zur Verfügung gestellten Webmailer, also die Benutzeroberfläche, die zum Lesen und Schreiben der täglichen elektronischen Post vorgesehen ist. Wer damit gut zurechtkommt, soll das

Wer noch zusätzliche Adressen bei anderen Providern hat, vielleicht auch eine eigene Domain, muss sich immer wieder an andere „Gesichter“, also Webmailer gewöhnen. Es sei denn, er benutzt ein E-Mail-Programm, oder professionell ausgedrückt, einen Mail-Client. Und da ist die Auswahl groß.

Auf dem Computer

Wer ein einziges E-Mail-Konto hat, und wenn der Anbieter (t-online, GMX usw.) eine brauchbare Benutzeroberfläche zum Lesen, Bearbeiten und Senden von E-Mails zur Verfügung stellt, kann man damit zufrieden sein. Bei mehreren Konten bei verschiedenen Anbietern kann es eine Erleichterung sein, immer mit der selben Benutzeroberfläche (User interface) zu arbeiten. Da greift man dann gern zu Outlook, Live Mail oder anderen Programmen. Der Mac User kann mit Apple Mail gut arbeiten, während seine Kollegen AirMail oder andere bevorzugen. Es gibt kurz gesagt, eine ganze Menge, und genau so viele gut gemeinte Tipps. Ich möchte dem Einsteiger ein altbewährtes Programm empfehlen, das es für die populärsten Betriebssysteme gibt. Mozilla Thunderbird.

Der erste Grund, weshalb ich Thunderbird (TB) empfehle, ist der, den ich schon erwähnt habe. Ob in Windows, Linux oder auf dem Mac – in allen Betriebssystemen findet man sich bei ihm sofort zurecht, das „Gesicht“ ist überall im Wesentlichen identisch. Thunderbird ist weit verbreitet, im Netz bekommt man reichlich Hilfe zur Einrichtung und Nutzung. Und vor allem, läuft das Ding sehr zuverlässig. Die ausgereifte und vorbildlich gepflegte Open Source Anwendung, die für den Anwender kostenlos erhältlich und auch im geschäftlichen Umfeld kostenlos nutzbar ist, hält alle internationalen Standards ein, was bei früheren Produkten aus Vermont (etwa Outlook und Outlook Express) nicht so war. Microsoft wollte sich damals  vom „allgemeinen Pöbel“ abheben und drehte gerne sein eigenes Ding, was beim Outlook Express (Szene: „OJE“) gründlich misslang. Das Internet ist eben global und nicht nur Microsoft.

Zu den Bordmitteln de TB gehört auch ein RSS-Feedreader. RSS-Feeds werden von fast allen Nachrichtenmedien und Websites angeboten, um sich über das dortige Geschehen auf dem Laufenden halten zu lassen.  Ein meist kostenloses RSS-News-Abonnement ist mit wenigen Mausklicks eingerichtet. Und ein täglicher Blick auf die im Reader eintrudelnden Nachrichten erspart die Suche nach Neuigkeiten in den Dutzenden von interessanten Nachrichtenseiten. Alles an einem Ort chronologisch genau nach Erscheinungsdatum sortiert.

Wer im Thunderbird etwas vermisst, sollte sich im Bereich Add-Ons umschauen. Eigentlich gibt es nichts, was es nicht gibt. Es sei denn, man wolle seinem Mail-Client das Kaffee kochen beibringen.

Auf dem Smartphone oder Tablet / iPhone oder iPad

Jeder Hersteller von Smartphones und Tablets liefert ein hauseigenes Programm für E-Mail mit. Und die sind oft brauchbar bis gut. Wer mehr will, muss sich wohl oder übel durch die Appstores von Google (Android) oder Apple (iOS) durchkämpfen.

Viele große Mail-Provider bieten auf deren Mailserver zugeschnittene Apps kostenlos an. Wenn man mehrere Adressen bei verschiedenen Anbietern hat, steht man wieder vor der Herausforderung, sich an sehr verschiedene Benutzeroberflächen zu gewöhnen.

Als iPhone- und iPad-User bin ich gern mit der hauseigenen Apple Mail.app unterwegs. Wenn andere Apps, wie etwa Spark, Airmail oder andere auch mit Vorteilen aufwarten – die Nachteile merkt man im täglichen Betrieb recht schnell. In der Produktbeschreibung werden meist andere Features gelobt.